Mobil einsetzbar · Präzise dosiert

Netzmittelwirkung für den Einsatzalltag

WetTron macht hochwirksames Flüssigkonzentrat mobil verfügbar – kompakt, akkubetrieben, sofort betriebsbereit. Auch bei schwankendem Durchfluss bleibt die Dosierung präzise.

Präzise Netzmittelzumischung – mobil verfügbar.

Besonders wirksam, wenn das Wasser tief in das Brandgut eindringen muss.

WetTron im Aufbau mit durchgehender B-Leitung
~50 %

weniger Löschwasserbedarf bei Feststoffbränden
Vergleichsversuch · siehe Wirkungsnachweis

5 l

Netzmittel an Bord – einkuppeln, einschalten, dosieren. Einsatzbereit auch ohne externe Konzentratzufuhr.

0,07 bar

Druckverlust bei 2500 l/min

Wissen – Netzwasser

Was Netzwasser ist und warum es wirkt

Netzwasser ist Löschwasser, dem Netz- oder Mehrbereichsschaummittel in niedriger Konzentration zugemischt wird. Aufgrund ihrer molekularen Eigenschaft, die Oberflächenspannung von Wasser zu reduzieren, werden Netzmittel auch als Tenside bezeichnet. Je nach Einsatzbereich liegt die Zumischrate typischerweise zwischen 0,1 % und 0,3 %.

Die verbesserte Benetzungsfähigkeit ermöglicht ein deutlich tieferes Eindringen des Löschwassers in das Brandgut im Vergleich zu herkömmlichem Wasser. Dadurch wird die Wärmeaufnahme verbessert und die Brandbekämpfung wesentlich effizienter.

Bereits geringe Mengen an Netzmittel können die Löschwirkung erheblich steigern: Brände lassen sich schneller und mit bis zu 50 % reduzierten Wassermengen bekämpfen. Damit werden Löschwasserschäden, der Eintrag kontaminierten Löschwassers in die Umwelt sowie die thermische Belastung von Einsatzkräften reduziert. Wasserverbrauch und Schaummittelbedarf sinken deutlich.

Vergleichsgrafik: Normaler Wassertropfen mit hoher Oberflächenspannung perlt ab, Netzwassertropfen mit niedriger Oberflächenspannung dringt in die Holzporen ein. Wirkprinzip
Benetzungsversuch auf MDF: je 0,1 ml Probe der drei Löschwasserzubereitungen bei 19,6 °C. Der Tropfen des Hochleistungsnetzmittels (rechts) spreitet großflächig und dringt in die Platte ein, während das Kartuschenadditiv (links) abperlt. Die Spreitfläche ist ein direktes Maß für die Benetzungswirkung.

Vorteile auf einen Blick

Mobil, präzise, einsatzfertig

  • Tragbarer Aufbau, akkubetrieben – Fahrzeugintegration möglich
  • Zuverlässig schon bei 10 l/min und im Start-Stopp-Betrieb – großer Arbeitsbereich bis 2500 l/min, abgestimmt auf die B-Leitung
  • Kompatibel mit jedem gängigen 18 V Werkzeugakku – nutzbar mit Ihrem vorhandenen Akkusystem
  • 5 l Netzmitteltank – rund 5000 l Netzwasser, deckt mindestens einen Fahrzeugtank ab, im Betrieb nachfüllbar
  • Direkter Kanisterbetrieb über Selbstfüllpumpe
  • Minimaler Druckverlust am Zumischer
  • Wirtschaftlich durch minimierten Netzmittelverbrauch
  • Umweltvorteil durch reduzierte kontaminierte Löschwassermengen
WetTron Technologiedemonstrator in der Schrägansicht Technologiedemonstrator

Warum WetTron

Netzwasser flexibel verfügbar – ohne Premix-Lösung

Aufgrund der biologischen Abbaubarkeit moderner Netz- und Schaummittel ist eine langfristige Bevorratung vorgemischten Netzwassers auf Einsatzfahrzeugen (Premix) heute kaum noch möglich. Um die Vorteile von Netzwasser dennoch zu nutzen, wurde WetTron als mobiles und kosteneffizientes Zumischsystem entwickelt.

WetTron dosiert elektronisch und akkubetrieben – nicht durch den Löschwasserstrom getrieben. Das Netzmittel ist im integrierten 5 l Tank bereits an Bord: einkuppeln, einschalten, dosieren. Es braucht weder einen Mindestdurchfluss zum Antrieb noch einen separaten Konzentratbehälter. Für große Wassermengen oder lange Einsätze lässt sich zusätzlich eine externe Konzentratzufuhr anschließen – etwa direkt aus dem Kanister. Das Grundprinzip bleibt das eines autarken Komplettsystems ohne Vorbereitung.

Durch das spezielle Druckzumischverfahren arbeitet WetTron in einem außergewöhnlich großen Durchflussbereich: zuverlässig schon bei 10 l/min – auch im Start-Stopp-Betrieb – bis hinauf zu 2500 l/min. Damit eignet sich das System sowohl für geringe Durchflüsse – etwa beim schnellen Öffnen und Schließen des Strahlrohrs im Impulslöschverfahren – als auch für hohe Leistungen bei umfangreichen Löschmaßnahmen.

Im Gegensatz zu vielen konventionellen Zumischern entstehen bei WetTron keine einsatzrelevanten Einschränkungen durch Gegendruck: Mit nur 0,07 bar Druckverlust bleibt die Wasserförderung auch über lange Wegstrecken uneingeschränkt möglich.

Gerade bei Vegetationsbränden bietet das entscheidende Vorteile: WetTron kann direkt am Fahrzeug eingesetzt werden, ohne die nachfolgende Wasserförderung oder Leitungslängen zu begrenzen. Die kompakte und mobile Bauweise ermöglicht den schnellen Einsatz im Erstangriff – direkt in die Angriffsleitung integriert und ohne aufwendige Vorbereitung.

Als eigenständiges Gerät ist WetTron wirtschaftlicher und flexibler als ein fester Fahrzeugeinbau: Ein einzelnes Gerät lässt sich fahrzeugübergreifend einsetzen, mitführen oder weitergeben, ohne ein Fahrzeug dauerhaft zu binden oder Umbauten zu erfordern. Wer möchte, kann WetTron dennoch jederzeit fest im Fahrzeug verbauen – die Entscheidung bleibt offen.

Technische Kenndaten

Gebaut für reale Einsatzbedingungen

Zumischrate0,1 %, variabel konfigurierbar
Arbeitsbereich10 bis 2500 l/min
Strömungswiderstand0,07 bar bei 2500 l/min
Akkukapazität> 150 l Konzentrat pro Ladung
Max. Gegendruck> 12 bar
Abmessungen40 × 30 × 35 cm
Gewicht13 kg / 19 kg betriebsbereit
AnschlüsseStorz B
Tank5 l, intern, im Betrieb nachfüllbar
WetTron im Kanisterbetrieb mit Konzentratkanister Kanisterbetrieb

Die Selbstfüllpumpe ermöglicht den direkten Betrieb mit Flüssigkonzentrat aus dem Kanister.

Ihr Nutzen

Was WetTron im Einsatz bewirkt

Detailaufnahme der Storz-B-Kupplung am WetTron Anschlussdetail
  • Reduzierung des Löschwasserbedarfs
  • Weniger Wasserschäden durch geringeren Wassereintrag
  • Hohe Flexibilität durch Akkubetrieb
  • Einfache Mitführung, Lagerung und Bereitstellung
  • Unkomplizierte Handhabung, geringer Schulungsaufwand
  • Präzise Netzmitteldosierung auch bei dynamischen Lastwechseln

Wirkungsnachweis

Rund 50 % weniger Löschwasser im direkten Vergleich

Norm-Holzstapel, identische Löschtechnik – einmal mit herkömmlichem Kartuschen-Netzmittel, einmal mit flüssigem Hochleistungsnetzmittel wie zum Beispiel STHAMER UltraWet 0,1 % F-25 Flüssigkonzentrat.

Ergebnis: 8,97 l Löschwasserbedarf gegenüber 4,85 l. Tendenziell noch größerer Effekt gegenüber reinem Wasser.

Vergleich Löschwasserbedarf: Kartuschen-Netzmittel 8,97 l versus STHAMER UltraWet 0,1 % 4,85 l
Realbrandvergleich: genormte Holzkrippen, gleiche Löschtechnik, drei Löschmittel nebeneinander. Eingeblendet sind Netzmittel, Zumischrate und die gemessene dynamische Oberflächenspannung (Kartuschenadditiv 0,15 g/l bei 65,1 mN/m, Schaummittel 0,3 % bei 55,6 mN/m, Hochleistungsnetzmittel 0,1 % bei 49,1 mN/m). Je niedriger die Oberflächenspannung, desto schneller das Ablöschen. Mit Zeitlupen- und Zeitrafferpassagen.

Validierungsversuche

Konstante Konzentration bei dynamischem Durchfluss

Messkurve: WetTron an einem 15 m langen C42-Schlauch. Trotz wechselnder Durchflüsse und Strahlrohr-Schaltungen bleibt die Oberflächenspannung der entnommenen Netzwasserproben durchgehend nahe am UltraWet 0,1 % Referenzwert.
Messaufbau: WetTron, 15 m C42 als Mischstrecke, Probenahme jede Minute. Oberflächenspannung blasentensiometrisch gemessen. Blaue Linie: reines Wasser bei 21 °C (~73 mN/m). Rot gestrichelt: UltraWet 0,1 % Referenz. Rote Messpunkte: entnommene Netzwasserproben.

Die Messreihe zeigt einen realitätsnahen Löschbetrieb am C-Rohr in drei Phasen: ein ruhiger Abgabezeitraum bei rund 170 l/min, eine höhere konstante Abgabe bei rund 290 l/min und abschließend ein dynamischer Strahlrohrbetrieb mit gezielten Start-Stopp-Wechseln – wie er beim Impulslöschen oder bei wechselnder Brandstellenarbeit entsteht.

Trotz dieser dynamischen Lastwechsel bleibt die Oberflächenspannung der Proben weitgehend konstant und liegt durchgehend nahe am Referenzwert für UltraWet 0,1 %. Die nachgeschaltete Schlauchstrecke wirkt dabei als Mischstrecke und gleicht kurzzeitige Zumischschwankungen aus.

Die exakte Zumischung im Sollbereich heißt zugleich: Es wird genau die Menge Netzmittel verbraucht, die für die Wirkung nötig ist – keine Überdosierung in Spitzen, keine Reserve. Das senkt den Netzmittelverbrauch spürbar und reduziert Kosten wie Umweltbelastung.

Damit ist die zuverlässige Netzmittelwirkung auch im realen Strahlrohrbetrieb mit Impulslöschtechnik belegt.

Entwicklungsbasis

Studien zum Mischverhalten

Strömungssimulation des Mischverhaltens: Stromlinien zeigen die gleichmäßige Verteilung des Netzmittels im Wasserstrom hinter der Zumischstelle. Strömungssimulation

Strömungssimulationen und Konzentrationsmessungen am realen Löschaufbau belegen die gleichmäßige Verteilung des Netzmittels im Wasserstrom. Die nachfolgenden Schlauchleitungen wirken dabei als Mischstrecke – bereits ein 15 m langer C-Schlauch genügt, um kurzzeitige Zumischschwankungen vollständig auszugleichen.

Die Verteilung bleibt über den gesamten Durchflussbereich reproduzierbar – eine Voraussetzung für die zuverlässige Wirksamkeit des Netzmittels im Einsatz.

Einsatzbereiche

Dort wirksam, wo Wasser allein an Grenzen stößt

WetTron ist auf den Einsatz an der B-Leitung ausgelegt und eignet sich für alle Lagen, in denen Netzwasser das Löschergebnis spürbar verbessert.

1

Feststoffbrände

Tieferes Eindringen in Holz, Textilien und Glutnester – weniger Nachlöscharbeiten, geringerer Wasserbedarf.

2

Gebäudebrände

Reduzierter Wassereintrag begrenzt Folgeschäden durch Löschwasser und verkürzt die Trocknungsphase.

3

Vegetations- und Waldbrand

Akkubetrieb und kompakte Bauform ermöglichen den Einsatz auch fernab fester Versorgung – bei jeder Pumpe in der Leitung.

Kontakt

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Wenn Sie Interesse am Produkt haben oder weitere Informationen zu Einsatzmöglichkeiten, Technik oder Vorführungen wünschen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail.

Wir beraten Sie zu Konfiguration, Integration in vorhandene Löschaufbauten und zur Erprobung in Ihrer Wehr.

E-Mail
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Web
wettron.de
Produkt
WetTron – Elektronischer Netzmittelzumischer