Feststoffbrände
Tieferes Eindringen in Holz, Textilien und Glutnester – weniger Nachlöscharbeiten, geringerer Wasserbedarf.
Mobil einsetzbar · Präzise dosiert
WetTron macht hochwirksames Flüssigkonzentrat mobil verfügbar – kompakt, akkubetrieben, sofort betriebsbereit. Auch bei schwankendem Durchfluss bleibt die Dosierung präzise.
Besonders wirksam, wenn das Wasser tief in das Brandgut eindringen muss.
weniger Löschwasserbedarf bei Feststoffbränden
Vergleichsversuch · siehe Wirkungsnachweis
Netzmittel an Bord – einkuppeln, einschalten, dosieren. Einsatzbereit auch ohne externe Konzentratzufuhr.
Druckverlust bei 2500 l/min
Wissen – Netzwasser
Netzwasser ist Löschwasser, dem Netz- oder Mehrbereichsschaummittel in niedriger Konzentration zugemischt wird. Aufgrund ihrer molekularen Eigenschaft, die Oberflächenspannung von Wasser zu reduzieren, werden Netzmittel auch als Tenside bezeichnet. Je nach Einsatzbereich liegt die Zumischrate typischerweise zwischen 0,1 % und 0,3 %.
Die verbesserte Benetzungsfähigkeit ermöglicht ein deutlich tieferes Eindringen des Löschwassers in das Brandgut im Vergleich zu herkömmlichem Wasser. Dadurch wird die Wärmeaufnahme verbessert und die Brandbekämpfung wesentlich effizienter.
Bereits geringe Mengen an Netzmittel können die Löschwirkung erheblich steigern: Brände lassen sich schneller und mit bis zu 50 % reduzierten Wassermengen bekämpfen. Damit werden Löschwasserschäden, der Eintrag kontaminierten Löschwassers in die Umwelt sowie die thermische Belastung von Einsatzkräften reduziert. Wasserverbrauch und Schaummittelbedarf sinken deutlich.
Wirkprinzip
Videoaufnahmen urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung oder Weitergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung.
Vorteile auf einen Blick
Technologiedemonstrator
Warum WetTron
Aufgrund der biologischen Abbaubarkeit moderner Netz- und Schaummittel ist eine langfristige Bevorratung vorgemischten Netzwassers auf Einsatzfahrzeugen (Premix) heute kaum noch möglich. Um die Vorteile von Netzwasser dennoch zu nutzen, wurde WetTron als mobiles und kosteneffizientes Zumischsystem entwickelt.
WetTron dosiert elektronisch und akkubetrieben – nicht durch den Löschwasserstrom getrieben. Das Netzmittel ist im integrierten 5 l Tank bereits an Bord: einkuppeln, einschalten, dosieren. Es braucht weder einen Mindestdurchfluss zum Antrieb noch einen separaten Konzentratbehälter. Für große Wassermengen oder lange Einsätze lässt sich zusätzlich eine externe Konzentratzufuhr anschließen – etwa direkt aus dem Kanister. Das Grundprinzip bleibt das eines autarken Komplettsystems ohne Vorbereitung.
Durch das spezielle Druckzumischverfahren arbeitet WetTron in einem außergewöhnlich großen Durchflussbereich: zuverlässig schon bei 10 l/min – auch im Start-Stopp-Betrieb – bis hinauf zu 2500 l/min. Damit eignet sich das System sowohl für geringe Durchflüsse – etwa beim schnellen Öffnen und Schließen des Strahlrohrs im Impulslöschverfahren – als auch für hohe Leistungen bei umfangreichen Löschmaßnahmen.
Im Gegensatz zu vielen konventionellen Zumischern entstehen bei WetTron keine einsatzrelevanten Einschränkungen durch Gegendruck: Mit nur 0,07 bar Druckverlust bleibt die Wasserförderung auch über lange Wegstrecken uneingeschränkt möglich.
Gerade bei Vegetationsbränden bietet das entscheidende Vorteile: WetTron kann direkt am Fahrzeug eingesetzt werden, ohne die nachfolgende Wasserförderung oder Leitungslängen zu begrenzen. Die kompakte und mobile Bauweise ermöglicht den schnellen Einsatz im Erstangriff – direkt in die Angriffsleitung integriert und ohne aufwendige Vorbereitung.
Als eigenständiges Gerät ist WetTron wirtschaftlicher und flexibler als ein fester Fahrzeugeinbau: Ein einzelnes Gerät lässt sich fahrzeugübergreifend einsetzen, mitführen oder weitergeben, ohne ein Fahrzeug dauerhaft zu binden oder Umbauten zu erfordern. Wer möchte, kann WetTron dennoch jederzeit fest im Fahrzeug verbauen – die Entscheidung bleibt offen.
Technische Kenndaten
| Zumischrate | 0,1 %, variabel konfigurierbar |
|---|---|
| Arbeitsbereich | 10 bis 2500 l/min |
| Strömungswiderstand | 0,07 bar bei 2500 l/min |
| Akkukapazität | > 150 l Konzentrat pro Ladung |
| Max. Gegendruck | > 12 bar |
| Abmessungen | 40 × 30 × 35 cm |
| Gewicht | 13 kg / 19 kg betriebsbereit |
| Anschlüsse | Storz B |
| Tank | 5 l, intern, im Betrieb nachfüllbar |
Kanisterbetrieb
Die Selbstfüllpumpe ermöglicht den direkten Betrieb mit Flüssigkonzentrat aus dem Kanister.
Ihr Nutzen
Anschlussdetail
Wirkungsnachweis
Norm-Holzstapel, identische Löschtechnik – einmal mit herkömmlichem Kartuschen-Netzmittel, einmal mit flüssigem Hochleistungsnetzmittel wie zum Beispiel STHAMER UltraWet 0,1 % F-25 Flüssigkonzentrat.
Ergebnis: 8,97 l Löschwasserbedarf gegenüber 4,85 l. Tendenziell noch größerer Effekt gegenüber reinem Wasser.
Videoaufnahmen urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung oder Weitergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung.
Validierungsversuche
Die Messreihe zeigt einen realitätsnahen Löschbetrieb am C-Rohr in drei Phasen: ein ruhiger Abgabezeitraum bei rund 170 l/min, eine höhere konstante Abgabe bei rund 290 l/min und abschließend ein dynamischer Strahlrohrbetrieb mit gezielten Start-Stopp-Wechseln – wie er beim Impulslöschen oder bei wechselnder Brandstellenarbeit entsteht.
Trotz dieser dynamischen Lastwechsel bleibt die Oberflächenspannung der Proben weitgehend konstant und liegt durchgehend nahe am Referenzwert für UltraWet 0,1 %. Die nachgeschaltete Schlauchstrecke wirkt dabei als Mischstrecke und gleicht kurzzeitige Zumischschwankungen aus.
Die exakte Zumischung im Sollbereich heißt zugleich: Es wird genau die Menge Netzmittel verbraucht, die für die Wirkung nötig ist – keine Überdosierung in Spitzen, keine Reserve. Das senkt den Netzmittelverbrauch spürbar und reduziert Kosten wie Umweltbelastung.
Damit ist die zuverlässige Netzmittelwirkung auch im realen Strahlrohrbetrieb mit Impulslöschtechnik belegt.
Entwicklungsbasis
Strömungssimulation
Strömungssimulationen und Konzentrationsmessungen am realen Löschaufbau belegen die gleichmäßige Verteilung des Netzmittels im Wasserstrom. Die nachfolgenden Schlauchleitungen wirken dabei als Mischstrecke – bereits ein 15 m langer C-Schlauch genügt, um kurzzeitige Zumischschwankungen vollständig auszugleichen.
Die Verteilung bleibt über den gesamten Durchflussbereich reproduzierbar – eine Voraussetzung für die zuverlässige Wirksamkeit des Netzmittels im Einsatz.
Einsatzbereiche
WetTron ist auf den Einsatz an der B-Leitung ausgelegt und eignet sich für alle Lagen, in denen Netzwasser das Löschergebnis spürbar verbessert.
Tieferes Eindringen in Holz, Textilien und Glutnester – weniger Nachlöscharbeiten, geringerer Wasserbedarf.
Reduzierter Wassereintrag begrenzt Folgeschäden durch Löschwasser und verkürzt die Trocknungsphase.
Akkubetrieb und kompakte Bauform ermöglichen den Einsatz auch fernab fester Versorgung – bei jeder Pumpe in der Leitung.
Kontakt
Wenn Sie Interesse am Produkt haben oder weitere Informationen zu Einsatzmöglichkeiten, Technik oder Vorführungen wünschen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail.
Wir beraten Sie zu Konfiguration, Integration in vorhandene Löschaufbauten und zur Erprobung in Ihrer Wehr.